DER DOM ZU MINDEN....



den wir im letzten Jahr besuchten wird mein heutiger Beitrag für
Nova´s
"T- in die neue Woche"
und für ihr Monatsprojekt
"Glockentürme"

und aufgrund der Feiertage die in der neuen Woche anstehen wird dieser Beitrag auch etwas länger werden, weil.....ich Euch mit hinter das Tor nehmen werde!


Das Innenportal zum Paradies mit Petrusfigur und Türzieher in Löwenkopfform
sowie den Statuen von Ecclesia und Synagoge


(Text: Kirchengucker.de)

Die Baugeschichte des Mindener Doms umfasst mehrere Abschnitte, die nur schwer voneinander zu trennen sind: Nach Gründung des Bistums Minden um das Jahr 800 wurde in der Stadt Minden eine erste Kirche über einem heidnischen Heiligtum errichtet. Es handelte sich um eine einfache, turmlose Saalkirche, die 947 durch einen Brand zerstört wurde.
 952 wurde der Nachfolgebau fertiggestellt, eine dreischiffige Basilika mit einem dreitürmigem Westwerk, das als Loge für König und Kaiser bei Gottesdienstbesuchen gedacht war. Auch dieser Bau wurde ein Opfer der Flammen, als beim Pfingstfest 1062 ein Brand in der Stadt ausbrach. 1071 wurde ein Neubau errichtet, der nach seinem Erbauer, Bischof Eilbert, auch Eilbert-Dom genannt wurde. Das vorhandene Westwerk wurde verändert, indem es eine Vorhalle erhielt. Hinzugefügt wurde auch ein romanisches Querhaus und eine polygonale Apsis. Ab 1152 bekam das Westwerk durch Hochziehen des mittleren Glockenhauses und des Paradieses seine heutige Gestalt. Auch das Chorquadrat wurde im hochromanischen Stil umgestaltet
 Ab 1230 begann die spätromanische Umgestaltung der Ostteile des Domes und dann auch der Halle selbst, eine bis dahin vorhandene Krypta verschwand. Der darauffolgende spätromanische Umbau der Halle wurde um 1250 aufgegeben und zwischen 1270 und 1290 in dem aus Frankreich stammenden, gotischen Stil fortgeführt. Um 1290 hatte die Halle die heutige, frühgotische Form angenommen. Um 1350 wurde die Apsis im spätgotischen Stil neugebaut, da der hochromanische Vorgängerbau ungenügend fundamentiert worden war. Danach folgten nur noch kleinere Bautätigkeiten wie der Umbau der Sakristei im 15./16. Jahrhundert und im 18. Jahrhundert eine Erneuerung des Daches, wobei der gotische Dachreiter des Vierungsturmes durch einen barocken Turm ersetzt wurde.
 Am 28.3.1945 wurde der Mindener Dom während eines Bombenangriffes fast vollständig zerstört.
 Nach dem Kriege begann unter Federführung des 1946 gegründeten Dombauvereins der Wiederaufbau, wobei sich die Innenraumgestaltung am gotischen Zustand orientierte. 
1957 wurde der wiedererrichtete Dom vom Paderborner Erzbischof geweiht. 1996 erhielt der Mindener Dom eine neue Orgel und 2011 nach 66 Jahren wieder einen Vierungsturm mit fünf Glocken. Der Dom zu Minden war von 800 bis 1648 die Hauptkirche der Mindener Fürstbischöfe und ist seit 1859 eine katholische Propsteikirche.



Blick vom Langhaus zum Chor

Goldene Tafel mit Mindener Kreuz (beides Nachbildungen)
aus einer anderen Perspektive

Die wundervolle Decke des Langhauses

Altarbild von 1480
Apostelfries

Figurengruppe Emerentia Selbviert - Maria, Anna und Emerentia um 1520. Leider fehlt das Jesuskind
Epitaph des Hieronymus von Grappendorf



Epitaph des Herbord von Langen

Epitaph des Domherrn Eberhard von Mallinckrodt

Der Heilig-Geist-Altar von 1625 ist ein Epitaph für den Domprobst Johan von Schorlemer.
Sowie St. Michael mit Jesuskind

Skulptur Kreuzweg

spätgotische Mondsichelmadonna - Madonna mit der Traube - aus dem 15. Jahrhundert

Pietà (=Vesperbild), 1420

Aussenansicht mit den herrlichen, in Europa einzigartigen Masswerkfenstern


Das war´s, und wer noch nicht genug hat, der kann sich hier noch ein kleines Video anschauen:

Kleinod der Diaspora










Kommentare

  1. Liebe Martina,
    das ist ja ein wunderbarer Dom. Danke, dass Du uns mitgenommen hast in diesen historisch herrlichen Kirchenbau und uns die viele, herrlichen Details nahegebracht hast.
    Angenehmen Sonntag
    moni

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  2. Servus Martina,
    da hast du dir für uns lohnende Arbeit gemacht - sehr informativ !!!!
    Einen schönen letzten Oktobersonntag,
    Luis

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  3. Interessant, informativ und gut bebildert. Toller Beitrag!

    Viele Grüße und eine schöne neue Woche
    Dieter

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  4. Sehr viel Historie hast Du uns hier gezeigt, ein sehr schöner Dom, auch die Collage unten.
    Herzliche Grüße in die neue Woche, Klärchen

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  5. Ein sehr schöner Post von
    einem sehr schönen Gotteshaus.
    Danke fürs Zeigen, liebe Martina.
    Schönen Gruß, Gabi

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  6. Liebe Martina,
    danke, vielen lieben Dank für diese tolle Führung, hat mir so sehr viel Spaß gemacht.

    Mit lieben Grüßen Eva

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  7. Liebe Martina, ein ganz toller Beitrag, den Du hier zeigst und wir dadurch wieder ein bisschen mehr Wissen erlangen.
    Der Dom ist ein ganz besonderes Bauwerk und wenn man die Geschichte verfolgt, hatte dieses Gotteshaus ein recht wechselvolles Auf- und Ab.
    Danke für's Zeigen.

    Liebe Grüße und einen schönen Wochenbeginn
    Elisabetta

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  8. Danke für diesen umfangreichen Bericht und die großartigen Bilder. Über Jahrhunderte haben Menschen an diesem Bauwerk gearbeitet und dann braucht es den Naziwahnsinn und alles fällt in Schutt und Asche.
    LG
    Magdalena

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  9. Danke dir nicht nur für das schöne T, ein schweres Tor, so scheint es zumindest, sondern auch für die anderen tollen Aufnahmen und viele Info. Wie gut dass nach der Zerstörung wieder errichtet wurde. Man mag sich nicht vorstellen das überhaupt solch tolle Bauwerke von Menschenhand zerstört werden, und für was....für nichts, Irrsinn einzelner Personen die nach Macht streben.

    Würde mich freuen wenn du diesen Beitrag auch am Dienstag beim Glockenturm verlinken würdest.

    Wünsche dir noch einen schönen Start in die neue Woche und sende herzliche Grüsse

    N☼va

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    1. Vielen lieben Dank für die Verlinkung. Freue mich sehr und wünshce dir auch heute noch einen tollen Tag.

      Liebe Grüsse

      N☼va

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  10. Sehr informativ,solche Post mag ich ganz besonders.da nehme ich mir gerne Zeit zum Gucken u lesen.
    Hab es fein mit herzlichen Grüßen Anna

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