DAS HERFORDER MÜNSTER



Wie letzten Sonntag schon angekündigt, nehme ich Euch heute im Rahmen des

T- in die neue Woche

und für ihr
"GLOCKENTURM" Projekt

von Nova, mit in das Herforder Münster
(Der Beitrag hat Überlänge 😌)


Die Münsterkirche ist die älteste und größte Kirche der Stadt Herford. 789 gründete Waltger, ein sächsischer Edelmann, auf seinem Grund und Boden mitten im heidnischen Kerngebiet eine „Gemeinschaft zu Ehren der heiligen Gottesgebärerin“. Damit legte er zugleich den Grundstock für die Kirchengemeinde und die Stadt Herford. Der erste Kirchbau in Herford ist aus Holz gewesen. In den zwanziger Jahren des neunten Jahrhundert werden die Holzbauten des Klosters und der Kirche durch Steinbauten ersetzt. Dieser Kirchsaalbau ist unter der heutigen Kirche in Resten nachweisbar




Die erste Planung um 1220 sieht eine dreischiffige Basilika nach dem alten Vorbild vor. Aber bis zur Fertigstellung um 1250 wurde dies geändert. So entstand der erste deutsche Hallengroßbau. Die Münsterkirche ist ein dreischiffige Hallenkirche, die einzige in spätromanischen Bauformen, mit einem hervorgehobenem Querhaus, einer Nordquerhausempore und einen ehemals durch den Lettner, der um 1870 abgerissen wurde, abgetrennten Chorraum.




Hier ist das Betreten des Chorraumes erlaubt!


 Spätgotische Predella

 Grabplatten und Steinsärge im Chor des Münsters















 Tür und Aufgang zur Kanzel aus dem Barock




 Taufstein von 1490










 Der heilige Christopherus (1520) bekommt jedes Jahr zu Pfingsten einen neuen Birkenzweig








Die Geschichte der Orgeln und der Orgelmusik im Herforder Münster lässt sich bis in die Frühzeit des nachchristlichen abendländischen Orgelbaus zurückverfolgen: Bereits für das Jahr 909 wird der Klang einer Orgel erwähnt, (so ein Chronist in der älteren Vita von Königin Mathilde 974). Als der spätere  König Heinrich seine Braut Mathilde („aus dem Geschlechte Widukinds“) „in aller Stille“ aus dem Herforder Stift abholte, heißt es: „…nicht unter Glocken und Orgelklang…“ (wörtlich: “non cimbalis seu organis“). Es ist also der Schluss zu ziehen, wenn die Orgel nicht gespielt wurde, müsste (in einer der Vorgängerkirchen des heutigen Münsters) doch schon ein Instrument vorhanden gewesen sein.
 Schwalbennestorgel im Chorraum

 Sicht vom Chor auf die Hauptorgel auf der man nahezu sämtliche Literatur spielen kann


Funde der letzten Zeit




 Portal und Tür ins Münster

Alte Dengel der Kirchenglocken im Münster
Es gibt 11 Glocken, wobei die älteste aus dem Jahr 1200 ist.



Die sieben Sonnen an der Südseite der Kirche, vergoldete Kupferscheiben, erinnern an die Gründung des Christentums in Herford. Nach einer alten Legende legten sieben Sonnen auf das Gebet der Herforder hin den Sumpf trocken, so dass das Münster gebaut werden konnte. In der mittelalterlichen Bildsprache ist mit dem Sumpf das Heidentum gemeint und die Sonnen stehen dann für Christus und die für Herford zuständigen Heiligen: Maria, Pusinna, Waltger, Oswald, Kilian und Burghard.


Ab ca. 1220 entstand unter der Äbtissin Gertrud zur Lippe (die Äbtissin des Herforder Stifts zählte in ihrer reichs- und papstunmittelbaren Stellung zu den mächtigsten Frauen des deutschen Reiches) der heutige Kirchenbau im Übergangsstil von romanischen zu gotischen Bauformen







Wer noch mehr Infos möchte kann hier klicken




Kommentare

  1. Servus Martina,
    trotz der angekündigten "Überlänge" recht kurzweilig !!
    Eine gute neue Woche,
    Luis

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Martina,
    das war aber "Arbeit", die Du Dir (Gottseidank) aufgehalst hast. So eine umfangreiche und höchst interessante Beschreibung dieser Kirche ist toll. Eine mächtiges Münster, mit einer wechselvollen Geschichte und schon damals gab es in Deutschland Frauen, die mächtig und entschlossen waren, etwas Besonderes zu Schaffen.
    Danke für diesen Beitrag.

    Die Stadt Herford kenne ich (noch) nicht, aber über das Münster könnte ich schon ein paar Sätze sagen ;-)


    Liebe Grüße und eine schöne Adventszeit
    Elisabetta

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  3. Hola liebe Martina,

    ich danke dir vorab schon einmal vielmals für diesen tollen Post und natürlich auch das T. Ich bin absolut begeistert davon. Schon allein wenn man sich die Jahreszahlen vor Augen hält...was wurde damals schon erschaffen, unter welchen Bedingungen und mit welcher Kunst. Ich finde es unbeschreiblich. Dort vorbeizuschauen wenn man in der Nähe ist lohnt sich absolut, sage ich aus der Ferne. So schön dies kennengelernt zu haben, eine wahre Freude und dies macht es auch aus...auf Entfernung Neues zu entdecken und sich zu erfreun.

    Würde mich auch freuen wenn du diesen Post dann am ersten Dienstag (6.Dezember) auch bei meinem Glockenturmprojekt mit verlinken würdest.

    Wünsche dir nun noch einen superschönen Wochenstart und sende herzliche Grüsse

    N☼va

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